Es gibt nichts schlimmeres als das zu lesen.. Unglaublich. Ich habe nie gedacht, dass es sowas gibt. Das wirft ein neues Licht auf viele Posts und auch unsere Denkweise.
Zitat von GuiliaEs gibt nichts schlimmeres als das zu lesen.. Unglaublich. Ich habe nie gedacht, dass es sowas gibt. Das wirft ein neues Licht auf viele Posts und auch unsere Denkweise.
Jetzt muss ich aber wirklich mal lau lachen.
Das ist doch nichts Neues. Ein weiterer Fall von Hunderten, die inzwischen bekannt geworden sind! Von diesen Vorgängen während des Franco-Regimes haben wir hier schon mehrfach berichtet.
Wenn Du das überlesen hattest, hier noch einmal ein paar Links zum Nachlesen:
ich weiß ja nicht was das immer soll, aber wir befassen uns jetzt noch nicht lange mit dem Thema Adoption und wir haben gar keine Ahnung davon!! Woher sollen wir denn sowas wissen? Wir sind hier, und das habe ich auch in der Vorstellung geschrieben, um uns zu informieren. Ja, so schlecht wie die Welt ist kann man gar nicht denken, aber wir mussten uns bis dato ja auch noch gar keine Gedanken darüber machen. Bevor wir uns ein Kind wünschten, wusste ich auch seeehr wenig über Schwangerschaft etc. Ich finde es unmöglich, dass du so kommentierst. Immerhin wissen wir fast NICHTS!
@nancy: viele Adoptierte haben ja leider keine positiven Erfahrungen gemacht und auch ein paar Fälle bzw. Geschichten ( soll keine Abwertung der Glaubwürdigkeit sein, ich weiß es nur nicht anders zu bezeichnen, da es nicht immer Zeitungsartikel sind) aufgeschrieben die sehr schlimme Schicksale beschreiben. Ich muss ehrlich sein, da wir wenig wissen dachte ich, sie sind einfach nur so wütend auf alle Beteiligten an ihrer Adoption, dass sie "übertreiben". Ich weiß jetzt, dass es falsch ist das zu denken. Sehr falsch. Und wie schon zu Cornelia geantwortet wissen wir fast nichts über Adoption etc und auch fast nichts über illegale Adoption. Das ändert natürlich alles. Wenigstens hast du nicht darüber gelacht..
den kindern wurden ja dann von a-z ihre herkunfts- und a-dokumente gefälscht, wenn sie offiziell als verstorben galten. das erstellen einer dna-datenbank zum abgleich für eltern und kinder, die sich so verloren hatten, war folgerichtig und wahrscheinlich dann die einzigste möglichkeit, deren herkunft und die machenschaften der klinik noch aufklären zu können. menschenhandel!!!!
das erinnert auch stark an die (sicher für manche fast unglaubwürdigen) geschichten von frauen aus der ehemaligen ddr, deren neugeborene und kleinkinder in kliniken urplötzlich verstorben sein sollen, und ihre kinder nicht einmal mehr zu sehen bekamen. aber da hatte wohl weniger die kirche ihre finger drin.
bonnie
*guilia, nein, ein umfassendes bild über adoptionen kann sich kaum wer von heute auf morgen machen. besser ist es allemal gut informiert da heranzugehen. denn die verantwortung dem fremden kind/mensch und seiner herkunft gegenüber adoptiert man ja mit. als adoptierte hat es auch bei mir gedauert etwas durchblick im a-wald zu bekommen.. denn die mauern sind für adoptierte oft sehr dick. und es kommen immer noch neue erkenntnisse hinzu.
Zitat von bonniedas erstellen einer dna-datenbank zum abgleich für eltern und kinder, die sich so verloren hatten, war folgerichtig und wahrscheinlich dann die einzigste möglichkeit, deren herkunft und die machenschaften der klinik noch aufklären zu können. menschenhandel!!!!
Finde ich auch. Eigentlich sollte man heute bei jeder Geburt das Genmaterial von Mutter und Kind erst mal sammeln ... So manche um ihr Kind betrogene Mutter hätte es bei einer späteren Suche einfacher.
genau, sowas ist heutzutage alles kein problem, alles machbar.. würde endlich mal das uralt-a-recht überarbeitet und den heutigen möglichkeiten und angeboten angepaßt. wenigstens das! wenn schon aus kostengründen keine oder nur selten weitere nachbetreuungen der betroffenen stattfinden.
(seufz, in der vergangenheit kribbelte es mir zu manchen themen gehörig in den fingern. nicht nur. seit geraumer zeit heißt es: hände und fingerchen ruhig halten. karpal-tunnel-syndrom. etwas 'kurzes' geht aber immer noch ).
Zitat von bonnie(seufz, in der vergangenheit kribbelte es mir zu manchen themen gehörig in den fingern. nicht nur. seit geraumer zeit heißt es: hände und fingerchen ruhig halten. karpal-tunnel-syndrom. etwas 'kurzes' geht aber immer noch ).
Oh, das ist hart! Das hatte ich auch einmal. Lass dich bloß nicht voreilig operieren!!! Oft kann man mit "Gymnastik" noch viel verbessern. Ich kenne mich da "zufällig" ganz gut aus
zu einer dna-datenbank für suchende eltern und erwachsene kinder fiel mir noch ein, daß die ja völlig unabhängig vom a-recht aufgebaut und (von suchenden) genutzt werden kann. sollte es in allen ländern geben!
(danke dir für tip und gute wünsche. das ist ja ein zufall. ist das nicht blöd, da sind die kinder erwachsen, endlich etwas luft und zeit für eigene bedürfnisse.. an eine op denk ich (noch) nicht. gibt wenig überzeugendes im i-net über die folgen. erfahrungen mit ärzten halten zusätzlich ab. ja, ist schmerzhaft und hinderlich in sämtlichen bereichen. die größte sorge dabei, selbständigkeit zu verlieren, abhängig von anderen zu werden.)
ich weiß ja nicht was das immer soll, aber wir befassen uns jetzt noch nicht lange mit dem Thema Adoption und wir haben gar keine Ahnung davon!! Woher sollen wir denn sowas wissen? Wir sind hier, und das habe ich auch in der Vorstellung geschrieben, um uns zu informieren. Ja, so schlecht wie die Welt ist kann man gar nicht denken, aber wir mussten uns bis dato ja auch noch gar keine Gedanken darüber machen. Bevor wir uns ein Kind wünschten, wusste ich auch seeehr wenig über Schwangerschaft etc. Ich finde es unmöglich, dass du so kommentierst. Immerhin wissen wir fast NICHTS!
So langsam verstehe ich wieso so viele gehen..
Sorry Giulia, aber ich versteh Cornelias Reaktion mehr als gut. Kinderhandel war wirklich schon oft Thema hier. Und weisst du, warum er unter anderem blüht? Weil Adoptionsbewerber oft so naiv sind, dass einem die Ohren schlackern. Das klingt dann so wie bei dir: "Immerhin wissen wir fast nichts"
Du hast dich wenigstens in solch einem Forum, wo alle Beteiligten am Adoptionsdreieck aufeinandertreffen, angemeldet. Sehr sehr viele machen das gar nicht. Und dann wissen sie eben nichts über Kinderhandel, über Adoptionstrauma, darüber, wie hart es ist, Namen udn Wurzel zu verlieren usw. Und ich habe manchmal den Verdacht, dass einige es auch nicht wissen wollen, zumindest ist mir das in einem anderen Forum, wo ausser mir nur zwei oder drei Herkunftsmütter waren, so vorgekommen. Ich wünsche euch und dem zu erwartenden Kind wirklich, dass dunicht einfach gehst, sondern am Ende nicht mehr sagen kannst: "Wir wissen fast NICHTS" nichts für ungut. LG Pino
Ja wahrscheinlich war es schon oft Thema hier, aber bevor ich kam. Dieses Thema war das Erste dieser Art, dass ich gelesen habe. Ich kann es nur immer wieder betonen: wir wissen es ja JETZT und verschließen will ich mich nicht. Dafür bin ich ja hier.
Zitat: "Der Fall Quiqert Olivert ist der letzte, dafür aber der spektakulärste von mittlerweile einem Dutzend: Kinder finden nach Jahrzehnten ihre Mütter wieder. In seinem Fall waren es 47 Jahre, mehr als bei allen anderen, nach denen er kürzlich seine 70 Jahre alte Mutter traf. Olivert gehörte zu den Säuglingen, die wenige Tage nach ihrer Geburt von katholischen Ordensschwestern ihren Müttern weggenommen und an Adoptiveltern weitergegeben worden waren. Die ersten Fälle sind für den Spanischen Bürgerkrieg dokumentiert, die letzten Anfang der Neunzigerjahre. [...] Schwester Maria hatte der jungen Frau, die unverheiratet war, nach der Geburt der Tochter erklärt, das Kind sei gleich nach der Geburt gestorben. In Wirklichkeit hat sie, offenbar mit Billigung des Stationsarztes, den Säugling an ein katholisches Ehepaar verkauft, das selbst keine Kinder bekommen konnte. Die "Vermittlungsgebühr" von 100.000 Peseten, über deren Verbleib bislang Unklarheit herrscht, entsprach damals dem Gegenwert eines Kleinwagens."