Mit der Klamottenproduktion habe ich mich gerade im letzten halben Jahr befasst. Alle großen Firmen bis auf wenige Ausnahmen lassen für Billiglöhne unter katastrophalen Bedingungen produzieren. Der Niedrigpreissekotor wie Kik und H&M, aber auch die teuren Produkte von Hilfiger über Joop und Diesel. Man kann nicht viel machen, denn selbst wenn im Label "made in Germany" o.ä. steht, heißt es ja noch lange nicht, dass alle Teile in Deutschland hergestellt wurden. Dann ist meines Wissens die Endfertigung in D vorgenommen, aber alle Arbeitsschritte sind nicht dokumentiert.
Meines Wissens fertigt Trigema noch in Deutschland, von s´oliver habe ich es mal gehört, dass sie nicht in Billiglohnländern produzieren, aber selbst noch keine genauen Infos darüber gefunden. Wir kaufen Klamotten gern Second Hand, dann sind sie wahrscheinlich immer noch unter schlechten Bedingungen produziert, aber immerhin haben wir den Neukauf verhindert. Ich weiß, ist auch keine befriedigende Lösung, aber ich nehm gern noch Tipps von euch entgegen.
Aber mit diesen Erkenntnissen ist den bereits vorhandenen, hungernden, kranken und elternlosen Kindern immer noch nicht geholfen!!! Das Thema "Kinderarbeit" und "Billigproduktion" können wir bis zum jüngsten Tag durchdiskutieren, aber geholfen ist dadurch niemandem! Gruß naji
Zitat von Hans Es gibt ausreichend Moeglichkeiten. Wenn man Kinder wirklich liebt.
Na, dann schieß mal los und schreib, was Du machst!
Wirklich, nicht das geringste verstanden. Das ist es was einem Schaudern macht. Der Besitzanspruch mancher - nun ja,Wesen, die, wie der Teufel das Weihwasser, den Inhalt einer Aussage ignorieren. Du bist einer der Gruende warum man unbedingt gegen Adoptionen sein sollte. Nix dazu gelernt.
Also machst Du nichts weiter, außer Adoptiveltern zu beschimpfen
Nach dem Inhalt Deiner Aussage, also den Möglichkeiten, hatte ich ja gefragt.
Ich kann das nur wiederholen: wer, wie du, nicht den Inhalt einer solchen Aussage sieht und keinen Hauch Betroffenheit zeigt (Mitleid, Mitgefuehlt, Empathie), sondern nur ueberheblich den Boten der Nachricht provozierend auffordert zu sagen was er tut, den interessieren Kinder einen Dreck. Dich hat nicht mal der Inhalt der Mitteilung gejuckt. Das ist die Kaltschnaeuzigkeit einer soganannten liebenden Adoptionsmutter.
Genau darum sagte ich, mir schaudert beim Gedanken dass Menschen wie du, die unberuehrt vom Schicksal der Kinder durch die Welt geigen, auch noch auf dem fragwuerdigem Recht bestehen, ein Kind adoptieren zu duerfen.
Im Gegensatz zu dir tu ich seit fast 20 Jahren etwas dagegen. Ich bin allerdings nicht gewillt jemanden wie dir Rechenschaft darueber abzulegen.
Deine Reaktion zeitg eindeutig: Nein, du bist keine Frau die Kinder liebt, du bist eine egoistische "Haben-wollen".
Ok - ich sehe als Möglichkeit für mich HIER in Deutschland z.b. keine Produkte von Firmen zu kaufen, die in solchen Ländern von Kindern gefertigt werden. Das fällt mir jetzt spontan dazu ein, wenn ich Deinen Beitrag lese. Bei Firmen, von denen ich weiß, dass es so ist, mache ich das auch nicht. Das mit Adidas war mir neu. Danke für den Hinweis (allerdings kann ich mir in der Regel deren Sachen eh nicht leisten). Allerdings werden bei denen auch Sachen in Deutschland gefertigt - eine Freundin von mir ist dort Schneiderin. Wie groß da der Anteil ist, weiss ich nicht.
Als weitere Möglichkeit fällt mir ein, zu spenden. Allerdings bin ich da schon mehrfach "auf die Schnauze gefallen" und bringe z.b. Spenden für Tierheime entweder selbst hin oder es wird an jemanden geschickt den ich kenne, der das überbringt. In diesem Fall sind das aber Sachspenden (Futter, Decken, Spielzeug).
Vielleicht bin ich unkreativ, phantasielos oder ich kenne die anderen Möglichkeiten nicht. Von daher fände ich einige Ansatzpunkte schon interessant.
In vielen der genannten Laendern wie Chile, Bolivien, Nicaragua ect. finden sich Waisenhaeuser und soziale Einrichtungen, die den Strassenkindern helfen oder sogenannte Aussteigerprogramme ("Berufsaussteiger...) anbieten. Ich habe da natuerlich keine einzelnen Daten zur Hand, aber man kann das, auch der Serioesitaet wegen, ueber die jeweilige deutsche Botschaft erurieren. In Nicaragua etwa schicken die aermsten Campesinos, Landarbeiter also, ihre Kinder mit aufs Feld, etwa zum Ernten der Kaffeekirschen (auhc darum ist unser deutscher Kaffee so billig....) Diese Menschen brauchen die mageren Einkuenfte der Kinder zum ueberleben. Die Kinder haben keine Chance auf Schulbildung. Man muss also Hilfsprojekte unterstuetzen, die den Kindern Schule und Nahrung bietet. Man kann das im Einzelnen,wie gesagt, ueber die Botschaften oder Projekte wie dem Kinderhilfswerk herausfinden.
Zitat von najiAber mit diesen Erkenntnissen ist den bereits vorhandenen, hungernden, kranken und elternlosen Kindern immer noch nicht geholfen!!! Das Thema "Kinderarbeit" und "Billigproduktion" können wir bis zum jüngsten Tag durchdiskutieren, aber geholfen ist dadurch niemandem! Gruß naji
Zitat von Hans Man muss also Hilfsprojekte unterstuetzen, die den Kindern Schule und Nahrung bietet. Man kann das im Einzelnen,wie gesagt, ueber die Botschaften oder Projekte wie dem Kinderhilfswerk herausfinden.
Ich bin dir zwar auch keine Rechenschaft schuldig, aber genau das machen wir seit vielen Jahren, lange vor unserer Adoption. Und zwar bei einer Organisation, wo wir die Mitarbeiter vor Ort teilweise kennen, wo wir wissen, dass die Gelder direkt ankommen, usw.
Es klingt jetzt sicher furchtbar böse ABER diese Kinder die arbeiten, tun dies um ihre Familie mit zu ernähren. Würden sie nicht arbeiten würden sie auf der Straße rum hängen, Klebstoff schnüffeln etc. Boykottieren alle menschen diese firmen, entzieht man ihnen ihre Lebensgrundlage. Dazu gab es mal einen ausführlichen Bericht im Fernsehen (leider Magazin vergessen) in ich glaube bolivien? War es, gibt es sogar ein kinderarbeiter Gewerkschaft in der die Kinder selber um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.
Zitat von kenzaEs klingt jetzt sicher furchtbar böse ABER diese Kinder die arbeiten, tun dies um ihre Familie mit zu ernähren. Würden sie nicht arbeiten würden sie auf der Straße rum hängen, Klebstoff schnüffeln etc. Boykottieren alle menschen diese firmen, entzieht man ihnen ihre Lebensgrundlage. Dazu gab es mal einen ausführlichen Bericht im Fernsehen (leider Magazin vergessen) in ich glaube bolivien? War es, gibt es sogar ein kinderarbeiter Gewerkschaft in der die Kinder selber um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.
Da muss ich aber jetzt mal die Luft anhalten. Gottseidank duerfen diese Kinder ausgebeutet werden (da freuen sich aber die deutschen Kinder, die das Menschenrecht auf ihren Laptop, ihr Telefon, ihr eigenes Zimmer und das regelmaessige Taschengeld haben, sogar gerichtlich erstreiten duerfen, das da drueben sind ja eh nur minderbemittelte Latinos, deren Kindheit kann man beruhigt zertreten und vernichten).
Natuerlich hast du nur zitiert, aber ueberleg mal, w a s da eigentlich gesagt wurde. Legitimiert Kinderarbeit! Legitimierte gnadenlose Ausbeutung. Legitimierte zerschlagung des Rechtes von Kindern auf Kindheit. Und das kommt von satten und - sorry- vollgefressenen Deutschen (Fernsehsender), die das noch als was tolles propagieren. Eigentlich ungeheuerlich.Dem Berichterstatter muesste man den Bericht Tag udn Nacht um die Ohren schlagen.
Also, die Eltern solcher Kinder haben genauso eine Moral wie du und ich und sind gewillt die Kinder zu anstaendigen Menschen zu erziehen. Das bedeutet, nicht jedes Kind dass nicht arbeitet, wird automatisch Drogensuechtig. Viele Kinder sind aktiv in Kirchengemeinden etwa. Das Leben in Lateinamerika spielt hauptsaechlich auf der Strasse ab, anders als im gediegenen Deutschland, es ist also nichts arges dabei.
Es ist natuerlich eine Verhoehnung der ausgebeuteten Kinder, wenn eine deutsche Zeitschrift oder deutsches Fernsehen der Ansicht ist, die Kinderarbeit tut gut, denn sie ernaehren Gottseidank die Familie mit. Da kann man gar nicht soviel fressen wie man en will. Soviel dreiste Menschenverachtung sollte im Strafgesetzbuch als Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgefuehrt werden.
Das Gegenteil ist richtig: Diese Kinder werden immer, ihr Leben lang, ausgebeutete bleiben,Gnadenlos ausgebeutet, weil sie ohne Bildung, ohne Schulabschluesse, nur Arbeit als Peon oder Muchacha finden, also die billigsten Hilfskraefte. Wem also dienen solche veraechtliche Berichte? Nicht den Kindern, nicht deren Eltern, nicht den Laendern, immer nur dem Grosskapital, die diese Kinder fressen, verdauen und als Wracks ausspucken.
Um diesen Menschne eine Zukunft zu geben ist ein Schulabschluss unbedingt notwendig.Ohne dem gibt es (auch) in Lateinamerika keine gescheite Arbeit, ergo Zukunft. Es bedarf also keiner "Gewerkschaft fuer Kinder" (welcher Depp hat das nur als positiv propagiert in Deutschland?) sondern eine Unterstuetzung der armen Familien, damit die Kinder in die Schule gehen koennen. Es ist ja schon geholfen, wenn diese Kinder in die Schule gehen koennen und in der Schule ihr Fruehstuck und ihr Mittagessen erhalten! Viele Schulen koennen sich das nicht leisten. Das entlastet die Eltern. Hier ist ein Ansatzpunkt.
Drogen in Lateinamerika sind eben nicht beschraenkt auf die Schicht der aermsten der Armen. Aber in armen Familien, in denen Verzweiflung herrscht, greifen Kinder natuerlich eher zu Suchtmitteln um ihrer aussichtslosen Lage zu entkommen.
Im Klartext heisst das, dass in Lateinamerika durch Addidas, Tik und wie sie alle heissen, die Multinationalen Grosskonzerne den Arbeitern Menschengerechte Loehne bezahlen sollten, damit die Kinder dieser Menschen nicht auf den Feldern und/oder in Fabriken mitarbeiten muessen.
Mal zur Klaerung: Niemand muss sich hier irgendwie Rechtfertigen. Dazu habe ich den Beitrag hier nicht reingestellt. Meine Intention ist ganz anders. Es wird hier von Adoption gesprochen, und uebersehen, dass Kinder Essen und Liebe brauchen. Zumindest in Adoptionskreisen hoere ich nie, dass man ein Kind aus Liebe zum Kind adoptieren moechte. Und wer wirklich Kinder liebt, - wie gesagt- und ein Kind nicht nur wie Eigentum besitzen will (stolzer Besitzer eines BMW, eines Ferienhauses und eines adoptierten Kindes), der sollte seine Kinderliebe mal sich selber unter Beweiss stellen. Nicht mir oder sonst jemanden. Sich selber. Es ist einfach ein Auto zu haben und sein Selbstwert damit aufzupolieren. Es ist einfach ein Kind zu haben und damit sein Selbstwert aufzupolieren. Es ist schwerer Kindern in diesen Laendern aus Liebe zu helfen, weil es dafuer weder Abendkuesse zurueck gibt noch ewige Dankbarkeit. Liebe fordert nicht. Wissen wir doch alle.
Um mal kurz auf die fetten Deutschen (Fernsehsender) zu antworten: Hans, was Du meinst, nenne ich Arte für Arme - also RTL, RTL 2 usw. Ja - und was man da sieht, mag man nicht glauben (ich dachte zuerst, das wären Schauspieler und so ganz kann ich es immer noch nicht glauben, dass diese ganzen Jakkelines und Schantalles, die den ganzen Tag zu Hause sitzen und Chips in sich rein stopfen und auf Kosten von Papa Staat leben, echt sind - aber es ist wohl leider Realität).
Ich hatte erst letztens gelesen, dass eine 30 Jährige Arbeitslose nach Tricks fragte, wie sie über die Psycho-Schiene an einen Schwerbehindertenausweis kommen kann, um kostenlos Bahn zu fahren. Auch das ist Deutschland - leider!
Zum Thema Schulbildung stimme ich Dir zu - aber sind denn auch die Arbeitsplätze vorhanden?
Zitat von kenzaEs klingt jetzt sicher furchtbar böse ABER diese Kinder die arbeiten, tun dies um ihre Familie mit zu ernähren. Würden sie nicht arbeiten würden sie auf der Straße rum hängen, Klebstoff schnüffeln etc.
Kenza, das klingt nicht nur böse, sondern es ist es auch und zwar furchtbar böse, aber ich verstehe dich auch ein bisschen. Die Steigerung der "selbstbestimmten Kinderhilfe für die eigene Familie" wäre dann das Geldverdienen zu kriminellen Zwecken. Wo sollte das denn hin führen? Das kann also nicht der Weg sein!
Wie Hans auch schon sagte, darf man das nicht so sehen, denn ein KInd hat eben ein Recht auf ein kindgerechtes Leben. Wenn es das nicht bekommt, sind Erwachsene daran schuld. Das sind manchmal auch die "bösen" eigenen Eltern, aber hier reden wir von ganz anderen Verursachern. Verursacher, die als korrupte, machtgeile Politiker oder menschenverachtende Industrielle Familien, Dörfern und ganzen Landstrichen den Garaus machen.
Wer das, wie auch immer, zu seinen Zwecken nutzt, macht sich mit schuldig. Und genau da liegt die Crux bei Adoption als Hilfsaktion in solchen Ländern. Natürlich ist es verständlich, wenn man Kinder "retten" will, aber es ist immer nur das Bekämpfen von Symptomen, anstatt das Beseitigen der Ursachen. Wer das kritisiert, dem wird postwendend gesagt, dass jedes gerettete Menschenleben zählt. Wer wollte da widersprechen? Die nicht "geretteten", erwachsenen Menschenleben, die angeblich dankbar ihrem Kind nachwinken, interessieren aber später niemanden mehr und nur selten gibt es vernünftige Dokumente zu den Kindern, damit die wenigstens später ihre Eltern suchen können, wenn sie es denn wollen. Alleine das ist mir Hinweis genug, dass es eben nicht um humanitäre Hilfe geht, sondern um ein Geschäft - ein Geschäft mit unschuldigen Kindern. Ihre verlorenen Eltern bekommen wieder Kinder und das Ganze geht von vorne los; machmal geht es dann sogar so weit, dass solche armen Eltern eines ihrer Kinder regelrecht bewusst verkaufen. Das ist verwerflich, aber wer hat sie denn auf die Idee gebracht, auf diese Art für sich und ihre anderen Kinder auch ein bisschen "mehr" zu ergattern?
Die boshafte Frage, was Kritiker denn selbst tun, damit sich solche Zustände verbessern, zeigt eigentlich nur, dass man überhaupt nicht gewillt ist das eigentliche Problem wahrzunehmen. Es gibt viele Menschen, die durch Spenden und/oder eigene soziale Arbeit in solchen Ländern Hilfe leisten und das ganz ohne den Wusch von dort auch Kinder zu holen. Jeder, der im Einzelfall einem Kind durch Adoption aus "Dritte-Welt-Ländern" ein "besseres" Leben ermöglicht, unterstützt auf der anderen Seite die oben beschriebenen, schlechten Lebensumstände armer Menschen und im schlimmsten Fall sogar noch blauäugig den organisierten Kinderhandel.
Zitat von MarleenIrgendwie ist mein Beitrag von gestern weg
Ich kann Dir versichern, dass ich nichts getan habe. Wenn wir hier eingreifen, dann wird das meistens nicht kommentarlos gemacht und außerdem werden Beiträge nicht gelöscht, sondern nur an einen anderen Platz verschoben und sind dann noch da. Das sind reine Sicherheitsmaßnahmen
Hast Du denn den Beitrag nach dem Schreiben angeguckt bzw. ihn also auch tatsächlich gesehen? Wenn ja, muss er von der Software auch gespeichert worden sein und dann weiß ich leider keine Antwort auf Deine Frage.
ah, Adoptiveltern sind also durchweg schlecht, weil sie es nicht an die große Glocke hängen wenn sie sich an Projekten für benachteiligte Kinder engagieren? Die meisten Adoptiveltern die ich kenne unterstützen Kinderhilfsorganisationen.
Zitat von MarleenIrgendwie ist mein Beitrag von gestern weg
Ich kann Dir versichern, dass ich nichts getan habe. Wenn wir hier eingreifen, dann wird das meistens nicht kommentarlos gemacht und außerdem werden Beiträge nicht gelöscht, sondern nur an einen anderen Platz verschoben und sind dann noch da. Das sind reine Sicherheitsmaßnahmen
Hast Du denn den Beitrag nach dem Schreiben angeguckt bzw. ihn also auch tatsächlich gesehen? Wenn ja, muss er von der Software auch gespeichert worden sein und dann weiß ich leider keine Antwort auf Deine Frage.
Cornelia
Ne - danach hab ich ihn nicht mehr angeguckt. Da gestern aber das komplette Forum irgendwie "hing" bei mir, kanns auch sein, dass er nicht gesendet wurde *heul* Es ging um die Spenden und die Organisationen, die Hans gepostet hat - stand nichts Schlimmes drin. Vielleicht ist er einfach nicht "rausgegangen".